Der Verkaufsprozess in fünf Schritten

1. DER MAKLERVERTRAG
Bevor der Verkaufsprozess beginnt, wird der Makler durch einen Vertrag beauftragt. Der Vertrag regelt den Verkaufsauftrag.

2. Der VERTRAG – ”ARRAS” ODER ”OPCIÓN DE COMPRA”
Wenn Sie sich als Verkäufer mit dem Käufer geeinigt haben, wird ein Kaufvertrag abgeschlossen, entweder in „Arras“- oder „Opción de Compra“-Form. Aus dem Vertrag gehen der Preis, das Zutrittsdatum u. a. hervor. Nach Vertragsunterzeichnung leistet der Käufer eine Anzahlung auf den Kaufpreis, der am Zutrittsdatum vollständig zu bezahlen ist. Dieser vorläufige Vertrag wird später durch einen neuen notariellen Kaufvertrag ersetzt.

3. NOTARIELLE URKUNDE „ESCRITURA PÚBLICA DE COMPRAVENTA“
Am Zutrittsdatum findet zusammen mit dem Käufer, dem Makler und dem Rechtsanwalt ein Termin beim Notar statt. Der Käufer wählt den Notar aus, ihm obliegt es auch, den Termin zu buchen. Beim Notar werden die Identität des Käufers und Verkäufers sowie der rechtliche Status der Immobilie geprüft. Hier erhält der Käufer seine Urkunde, die sog. Escritura pública de compraventa.

4. BEZAHLUNG
Der Notar nimmt die Zahlung entgegen und ist dafür verantwortlich, Steuern und Abgaben zu entrichten und den restlichen Kaufpreis an Sie weiterzuleiten. Sie übergeben die Schlüssel an den Käufer, der nach dem Termin Zutritt zu der Immobilie hat.

5. STEUERZAHLUNGEN
Wenn Sie als Verkäufer Ihren steuerlichen Wohnsitz in einem Land außerhalb Spaniens haben, erhalten Sie zum Zeitpunkt des Verkaufs nur 97 % des Kaufpreises. Die restlichen 3 % entrichtet der Käufer an das spanische Finanzamt. Hierdurch soll gesichert werden, dass Sie Ihren steuerlichen Verpflichtungen nachkommen und den Verkaufsgewinn in Spanien versteuern. Wenn Sie alle behördlichen Anforderungen erfüllt haben, werden Ihnen diese 3 % oder Teile hiervon zurückerstattet. Ihr Rechtsanwalt hilft Ihnen dabei, „Ihren“ Teil zurückzuerhalten. Es kann jedoch bis zu einem Jahr dauern, bis die Rückzahlung erfolgt. Der Makler kann die Höhe der anfallenden Steuern vorläufig berechnen. Für die endgültige Steuererklärung ist dagegen der Rechtsanwalt zuständig. Dies betrifft die Immobiliensteuer, Verbandsgebühren, die Steuer auf den Gewinn und die Maklergebühr.